FAQ

Die häufigsten Fragen – kurz beantwortet.

Sie sind uns wichtig. Als Verbraucher haben Sie das Recht auf maximale Information und Transparenz rund um die Hemme-Produkte und unser Unternehmen.

Die wichtigsten und am häufigsten gestellten Fragen haben wir hier gesammelt und sind von mir, Gunnar Hemme, persönlich beantwortet.

Wenn Ihre Frage nicht dabei war – schreiben Sie uns! Wir antworten Ihnen gern.

Zusätzlich finden Sie unter dem Menüpunkt „Aktuelles“ Materialien zu Aspekten der Tierhaltung und Milchproduktion. Und außerdem interessante Links zu den Themen „Mensch, Kuh und Milch“.

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Wir verzichten bei unserer Milch auf die Homogenisierung. Es unser Ziel ist, dem Kunden ein Produkt anzubieten, welches mit einer minimalen Verarbeitung auskommt. Neben der klassischen Art der Pasteurisierung (72,5–75 °C für 20–30 sec. Heißhaltung) gehört da natürlich auch das „Nicht-Homogenisieren“ zu.

Wir möchten aber darauf hinweisen, dass mechanische Beeinträchtigungen (z. B. Pumpen, Ventile und Rohrleitungen) zu einer Veränderung der Fettstruktur führen. In Fachkreisen spricht man daher auch vom Grad einer Homogenisierung. Bei einer homogenisierten Milch beträgt dieser 100%. Im Vergleich hierzu hat die Rohmilch, wenn diese das Euter verlässt, einen Homogenisierungsgrad von 0%.

Unsere Milch rahmt noch auf und ist daher nicht homogenisiert. Auch im Vergleich zur Rohmilch rahmt unsere Milch auf, aber nicht so schnell. Das hängt damit zusammen, dass durch die Pumpen eine gewisse mechanische Beeinträchtigung vorliegt. Darüber hinaus ist auch die Milchfettzusammensetzung immer abhängig von der Futtergrundlage der Kühe und kann somit saisonbedingt schwanken.

Die Milch füllen wir in zwei Varianten ab. Zum einen im 1-Liter-Schlauchbeutel für den Handel, wie EDEKA, Kaiser‘s oder REWE. Dieser Schlauchbeutel besteht zu ca. 40% aus Kreide. Die übrigen 60% sind Kunststoff (Polypropylen). Diese Verpackung muss über das Duale System entsorgt werden.

Darüber hinaus haben wir auch 1-, 2- oder 3-Liter-Mehrwegflaschen. Diese haben bis 2014 aus Polykarbonat bestanden. Seit 2015 verwenden wir das Material Tritan.

Die Mehrwegverpackungen setzen wir bei unserem Milchmannsystem ein. Hier erfolgt bei unseren Kunden vor der Haustür der Flaschentausch. Es fällt also kein Verpackungsmüll an. Diese Milchflaschen sind so langlebig und leicht im Transport, dass es möglich ist, die Flaschen sehr lange im Umlauf zu belassen (Einige solcher Flaschen befinden sich schon über 5 Jahren im Umlauf.).

Joghurt, Butter oder Frischkäse füllen wir in 200g Einwegbecher (Material Polypropylen) ab.

Das war eine bewusste Entscheidung. Ich arbeite hier mir einem innovativen Verpackungshersteller aus Schweden zusammen.

Der wichtigste Vorteil des Schlauchbeutels liegt auf der Hand: sein geringes Gewicht von nur 16 g. Weiterhin nimmt diese Art von Verpackung nach der Entleerung kein Volumen im Müllbeutel in Anspruch, im Gegensatz zu Kartonverpackungen. Aus ökologischer Sicht ist das sehr positiv.

Zudem tritt beim Schlauchbeutel keine sensorische (geschmackliche) Beeinträchtigung der Milch auf.

Schauen Sie sich doch das Video der Herstellerfirma an: www.ecolean.com

Eine Biomilch im engen Sinne – gemäß den Biorichtlinien – ist Hemme Milch nicht. Wir setzen vielmehr auf Regionalität, Transparenz und Authentizität.

Da ich die Milchbauern persönlich kenne, garantiere ich mit meinem guten Namen für die Natürlichkeit und Qualität der Milch. Mir ist wichtig, nachhaltige Produke mit heimischen Futtermitteln – und zwar gentechnikfrei – zu erzeugen.

Hemme Milch versteht sich als Teil des Biosphärenreservats Schorfheide-Chorin. Unser Betrieb liegt ja im direkten Einzugsbereich.

In diesem Sinne sind wir gefordert, eine Balance zwischen Natur und handwerklicher Lebensmittelverarbeitung herzustellen. Deshalb dürfen und sollten wir uns als Teil des Biosphärenreservats nach außen darstellen. Weitere Infos zum regionalen Herkunftskennzeichen finden Sie unter:
www.schorfheide-chorin.de

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Ja – im Sinne der direkten, strengen Kontrolle des Futtermanagements. Bei der Fütterung der Milchkühe verzichten meine Partnerlieferanten auf Sojaschrot aus den USA und Silage aus genverändertem Mais.

Allerdings: Seriöse Forschungsberichte stellen fest, dass global gesehen bereits knapp ein Prozent aller biologischen Spezies Genveränderungen aufweisen. Dagegen können wir selbst – aber auch die Biobetriebe – keinen direkten Einfluss nehmen.

Wir beziehen unsere Milch überwiegend vom benachbarten Milchviehbetrieb. Er befindet sich gleich nebenan (150 Meter entfernt). Darüber hinaus bekommen wir den Rohstoff Milch noch von zwei weiteren Betrieben geliefert.

Unsere drei landwirtschaftlichen Partnerbetriebe haben jeweils zwischen 350 und 700 Kühe. Das klingt viel, stellt aber hier im Osten Deutschlands eher den Durchschnitt dar.

Die Milchviehhaltung und der dazugehörige Futteranbau erfolgen konventionell. Unsere Partner verzichten jedoch bewusst auf Anbau und Verfütterung von gentechnisch veränderten Organismen.

Die Tiere werden mit einem Futtermischwagen gefüttert. In diesem Wagen werden alle Futterkomponenten sorgfältig gemischt und den Kühen in ausreichender Menge zur Verfügung gestellt.

Hauptkomponenten der Futterration sind: Luzernesilage, Silomais und Getreideschrot aus hofeigenem Anbau. Einige andere Komponenten, die aus garantiert einwandfreier Herkunft sein müssen, werden noch zugekauft. Das können z.B. Eiweißkomponenten sein. Sojaschrot wird von unseren Partnerlandwirten nicht verfüttert.

Mehrmals im Jahr werden alle Futterkomponenten u. a. auf Energiegehalt, Eiweißgehalt, Schadstoffe und GVO-Freiheit untersucht.

Grundsätzlich muss sich eine Kuh immer wohlfühlen, um die gewünschte Milchleistung zu erbringen. Deshalb sind alle Landwirte daran interessiert, die Kühe natürlich und artgerecht zu halten.

Dabei sollte man wissen, dass die Haltungsbedingungen einer Milchkuh langfristig ausgerichtet sind. Sie unterscheiden ich fundamental von Schlachttieren (z. B. Schweinen, Hähnchen, Puten).

Eine Kuh benötigt ca. 2 Jahre, um von einem Kalb heranzuwachsen. In dieser Zeit ist das „Großziehen“ eine Investition in die Zukunft. Jeder Milchbauer hat ein wirtschaftliches Interesse, dass die Kuh möglichst viel Milch gibt und lange und gesund lebt.

Zwischen Mai und Oktober sind „unsere“ Kühe auf der Weide und können jederzeit per KuhCam beobachtet werden.

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